Führen, aber trotzdem sympathisch sein – ist das möglich?

Wer will schon nur ein netter Chef sein? Ein Chef will Autorität besitzen. Sympathie und Durchsetzungskraft müssen sich aber nicht ausschließen. Hier einige Tipps, wie Führung kommunikativ gelingen kann, ohne distanziert oder gar arrogant zu wirken.

Was macht eine gute Führungspersönlichkeit aus? Darunter wird meist eine Person verstanden, die Vorbild, Visionär und willensstarker Leistungsträger ist. Jemand, zu dem man mit Respekt und Bewunderung aufsieht. Je sympathischer ein Vorgesetzter oder ein Verhandlungspartner wirkt, desto leichter ist es für ihn, Vorgaben und Ziele umzusetzen. Wichtig ist dabei, emotional positiv wahrgenommen zu werden – dann wird Führung zum strategischen Erfolgsfaktor.

  • Blickkontakt. Wer seinem Gesprächspartner direkt in die Augen sehen kann, hat Vorteile: Ihr Gegenüber fühlt sich wahrgenommen. Sie signalisieren dabei Präsenz, Interesse, Konzentration und Aufmerksamkeit. Sie wirken ehrlich und dabei sehr selbstbewusst, da Sie keine Angst vor dem Gegenüber zeigen und ihm offen ins Gesicht sehen können. Und: Sie behalten selbst die Kontrolle und können sehen, wie Ihr Gegenüber reagiert,
  • Verbindliches Lächeln. Schimpansen zeigen mit einer unserem Lächeln ähnlichen Grimasse, dass sie keine aggressiven Absichten verfolgen: Das „soziale Lächeln“ dient als Signal freundlicher Absichten, zum Beispiel beim Begrüßen oder im Gespräch.Ehrliches Lachen ist immer symmetrisch: Die Mundwinkel werden gleichzeitig hochgezogen. Die meisten Menschen können wahrnehmen, ob ein Lachen „echt“ ist oder nicht. Wer lächelt wirkt nicht nur freundlicher und sympathischer, sondern auch intelligenter, kompetenter und verlässlicher. Und: Die Mimik beeinflusst auch das eigene Gefühlsleben: Wer oft lächelt, fühlt sich besser.
  • Konkret nachfragen. Plaudern trägt zur guten Stimmung bei? Halt, nein! Fragen Sie konkret nach, wenn ein Mitarbeiter Ihnen etwas erzählt. Lernen Sie, sich für den anderen ernsthaft zu interessieren. Damit geben Sie dem Gegenüber das Gefühl, dass Sie ihn respektieren. Das macht Sie sympathisch.
  • Begeisterung. Wer Mitarbeiter motivieren will, muss selbst Begeisterung ausstrahlen. Dann werden klare Zielvorgaben, Strategien oder Aufgabenverteilungen akzeptiert. Da muss der Chef der Chef bleiben – das stört die Mitarbeiter aber bei einem begeisterten Chef ganz und gar nicht.
  • Gelassen bleiben. Lassen Sie sich niemals provozieren. Wer in Stresssituationen die Ruhe bewahrt, sammelt nicht nur Sympathiepunkte, sondern behält die Zügel in der Hand. Halten Sie sich mit verbalen Attacken zurück. Agieren Sie nonverbal nicht zappelig. Atmen Sie durch, bevor Sie etwas sagen. Wer mit einem ruhigen Tonfall auftritt, wirkt souverän.