Mensch. Macht. Marke.

Im globalen Wirtschaftsgeschehen, in einer digitalen Welt mit Märkten, die gesättigt sind, kann dauerhafter Erfolg nur durch die Individualität der Marke gesichert werden. Wenn wir von einer Marke sprechen, meinen wir nicht nur Unternehmen oder Produkte – nein, eine Marke ist jede starke Persönlichkeit, die es schafft ihre persönliche Einzigartigkeit gekonnt zu präsentieren. Gerade im digitalen Zeitalter werden Fähigkeiten und Leistungen immer stärker vergleichbar und die Frage immer wichtiger, wie sich der Mensch als kraftvolle Marke behaupten kann, um gerade daraus einen Vorteil im Wettbewerb zu ziehen. Keywords, wie Personality Marketing oder Celebrity Marketing lassen sich in einem Satz zusammenfassen: „Der Mensch macht die Marke."

Noch nie war es so wichtig wie im digitalen Zeitalter aus sich eine Marke zu machen und sich von der Konkurrenz abzuheben. Nicht nur große Künstler, vorbildhafte Athleten oder visionäre Geschäftsleute – sie werden zu Idolen, Auserwählte, die von den Menschen in ihr Leben integriert werden. Zu einer Marke möchte man eine Beziehung aufbauen, eine starke Bindung. Starke Marken faszinieren uns, wir möchten uns mit dem Ruhm dieser umgeben. Das spannendste daran ist, dass jeder Mensch dieses Ziel erreichen kann. Jeder trägt das Potenzial in sich, wirkliche Anerkennung zu erreichen, mit jedem neuen Tag die eigene Individualität, neu zum Leben zu erwecken und Menschen in ihren Bann zu ziehen.

Der Weg vom Profil zur Profilisierung

Um einen Menschen als Marke kreieren zu können, muss bei den anderen ein Image ankommen, ein Bild, das sie mit dieser Person verbinden. Jedoch nicht nur mit der Person als Ganzes, sondern auch mit den charakteristischen Eigenschaften, die diesen Menschen besonders anziehend machen. Durch diese Mixtur, die bei jedem Menschen einzigartig ist, entsteht eine klare Positionierung. Die Kunst besteht darin, sie intelligent und nicht „laut“ in Szene zu setzen. Und Marketing lebt von der Kontinuität, von den gleichen klaren Botschaften, die kontinuierlich als Signale gelebt und gesendet werden. Sind Sie derjenige, der nicht nur Fachmann in einem Bereich ist, sondern den man auch ansprechen kann, wenn man interessante Urlaubsziele sucht? Oder wenn man das schickste Restaurant in Frankfurt sucht? Oder sind Sie gleichzeitig der Sportfreak mit dem man sich über Trendysportarten unterhalten kann oder derjenige, der immer die neuesten Fußballergebnisse parat hat.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Der USP (unique selling proposition), das Alleinstellungsmerkmal, eines Jeden ist eine Kombination aus dem äußerlichem Erscheinungsbild und seinem persönlichen Charakter. Jede Marke lebt vom Vertrauen. Das kann nur aufgebaut werden, in dem die Menschen in Ihrem Umfeld erkennen, dass das was Sie in den sozialen Medien und im persönlichen Gespräch versprechen, auch halten. Das digitale Zeitalter sucht authentische Persönlichkeiten. Kommunizieren Sie offen, seien Sie sich Ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusst und agieren Sie menschlich. Das schafft Sympathie. Persönliche und menschliche Gespräche, Integrität, Mut, und Talente wirken anziehend und machen eine Identifikation möglich. Durch gleiche Interessen, gemeinsame Werte und Erlebnisse entstehen Verbundenheit, Begeisterung und ein Gemeinschaftsgefühl, das den Wiedererkennungswert der Marke erhöht.

Fazit

Am Beginn steht immer die Marke Mensch: das Bewusstsein darum, welche die einzigartigen Talente und Fähigkeiten sind, die aus der Konkurrenz herausstechen. Dieses Bewusstsein muss gelebt werden und zu angewandtem Wissen werden - das eigene Wissen um die individuelle Einzigartigkeit muss in das Bewusstsein der anderen Menschen dringen und dadurch eine lebendige Bindung schaffen. Dieses Erfolgsrezept unterscheidet sich nicht vom Aufbau einer Unternehmensmarke. Hier schließt sich der Kreis: denn auch Unternehmensmarken werden von Menschen entwickelt und mit Leben gefüllt, wofür Steve Jobs oder Richard Branson nur zwei der herausragendsten Beispiele sind.

Der Mensch wird also auch in den kommenden Jahrzehnten im Mittelpunkt stehen, wie auch eine Studie des Frankfurter Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter nachgewiesen hat. Denn nur der einzelne Mensch ist so nah am eigenen Markenimage, dass er es ständig neu angleichen und bewusst gestalten kann, je nach veränderter Marktlage. So kommt er dem eigenen Image durch nachhaltige und kontinuierliche Arbeit tagtäglich immer näher. 

Barbara Liebermeister

Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, das Unternehmen dabei unterstützt, ihren Mitarbeitern die Kompetenzen zu vermitteln, die sie im digitalen Zeitalter brauchen (www.ifidz.de).  Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Managementberaterin ist auch eine gefragte Vortragsrednerin. Gerade ist im Gabal-Verlag ihr neues Buch erschienen mit dem Titel: „Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet“.

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