Revolution im Marketing durch intelligente Werbeformen

Plakative Werbung empfinden viele Menschen als störend. Seien es Werbeblöcke im Fernsehen oder Kino, großflächige Plakate oder Durchsagen im Kaufhaus. Doch es geht auch anders: mit Native Advertising.

Doch was ist Native Advertising überhaupt? Es handelt sich um eine kaum als solche erkennbare Werbeform, die eng in redaktionelle Inhalte bekannter Medienangebote integriert ist. Da die Inhalte hier im Vordergrund stehen, sollen sie Leser durch konkrete Informationen und Nutzwert ansprechen. In der Regel werden dazu kurze Teasertexte verfasst, die auf den vollständigen Beitrag verlinken.

Vorteile für Werbetreibende

Interessant für das werbetreibende Unternehmen: Die Teaser werden häufig kostenlos veröffentlicht, erst der Klick auf den Volltext ist zu bezahlen. Um Streuverluste und Ärger bei möglichen Interessenten zu vermeiden, sollte aber schon der Kurztext auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sein und nur Inhalte versprechen, die der ausführliche Artikel tatsächlich enthält. Dann zahlt der Werbetreibende auch nur für Kontakte, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen.

Ein weiterer Vorteil: Diese Art der Werbung wird von den meisten Adblockern nicht erkannt, im Gegensatz zu klassischen Bannern. Zudem lässt sie sich auch auf mobilen Geräten ohne weiteres anzeigen, da sie textbasiert ist. Natürlich muss gemäß Presserecht auch Native Advertising als Werbung gekennzeichnet werden. Aber ein „sponsored by“ oder „unterstützt durch“ wird von den meisten Lesern nicht negativ beurteilt, wenn die Inhalte einen echten Mehrwert liefern.

Verschiedene Formen

Dabei gibt es diverse Varianten für Native Advertising. Diese reichen von der vollständigen Gestaltung des Artikels mit Bild und Text durch Spezialredaktionen der Verlage bis zur kompletten Anlieferung der gelayouteten Datei durch den Werbetreibenden. Teilweise werden die Anzeigen in eigenen Rubriken veröffentlicht, teils als Targeting-Angebote persönlich an die gewählte Zielgruppe ausgeliefert. Auch die Bezahlmodelle können sehr unterschiedlich sein, von einer Pauschale bis zu Pay per Click. Und es kommen ständig neue Formen hinzu, so dass sich derzeit keine allgemein gültige Beschreibung für Native Ads festlegen lässt.

Doch unabhängig davon, sollten Werbetreibende schon heute vermehrt darauf setzen. Denn vor allem im mobilen Bereich gibt es kaum Alternativen. Klassische Banner sind für die kleinen Smartphone-Displays meist zu groß und selbst auf Tablets werden sie bei geringen Bandbreiten zu langsam angezeigt. Dann führen sie häufig sogar zu Frustration bei Nutzern, da die gewünschte Website verzögert dargestellt wird. Mobile Ads haben sich in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt, da sie diese Probleme nicht zufriedenstellend lösen konnten. Daher sind die textbasierten nativen Werbeformen hierfür ideal. Und angesichts aktueller Prognosen, dass alleine in Deutschland der mobile Datenverkehr von 2015 bis 2020 um das Siebenfache zunehmen wird, kann kaum ein werbetreibendes Unternehmen darauf verzichten.