Was ist Linkbuilding?

Durch die zunehmende Nutzung von Suchmaschinen wie Google spielt die Position, auf der eine Webseite dort aufgeführt wird, mittlerweile eine ausschlaggebende Rolle für den Erfolg einer Webseite. Studien zeigen, dass Webseiten mit einer hohen Bewertung, welche beispielsweise durch gut platzierte Links erzielt wird, schneller eine höhere Position bei Google erreichen. Gerade das richtige Einsetzen und die sachgemäße Nutzung von sogenannten Backlinks sind hierbei förderlich und wird gerne als Marketingfunktion genutzt. Wie das funktioniert und was genau Linkbuilding und Backlinks sind, wird im Folgenden erklärt.

Generell versteht man unter dem Begriff „Linkbuilding“ eine Methode des Offpage SEO, welche interne als auch externeVerlinkungen auf Webseiten beschreibt. Links, die von einer fremden Webseite auf Ihre Webseite führen, werden als „Backlinks“ bezeichnet und können z.B. als Quellenreferenz dienen. Gerade Backlinks unterscheiden sich in Ihrer Qualität enorm, welche jedoch ungemein wichtig ist. Denn nicht nur die Anzahl der Backlinks ist ausschlaggebend für eine gute Bewertung durch Google, sondern gerade die Qualität der Links. Links agieren nämlich als Signalgeber: Je mehr Aufrufe hierdurch stattfinden, desto wichtiger wird die aufgerufene Seite eingestuft. Dabei ist es umso förderlicher, wenn die Backlinks von unterschiedlichen Webseiten kommen.

Doch wie ist ein Link überhaupt aufgebaut? Ein Link wird im HTML-Code in 4 Bereiche untergliedert: die Eröffnung, die Referenz, der Ankertext und der Verschluss. Dabei spielt der Ankertext eine besondere Rolle.

Image HTML Anatomie eines Links

Um unterschiedliche Backlinks zu erhalten und eine natürliche Verteilung beim Linkbuilding zu erhalten, gibt es verschiedene Arten des Ankertextes. Ein Großteil mit ca. 70 % macht der Brand Anchor Text aus, gefolgt von Generic Anchor Text (5%), Partial Keyword Match Anchor (4%) und den Exact Match Anchor (1%). Diese beschreiben den angezeigten Textbaustein, welcher die Verlinkung einer Webseite darstellt.

Image Ankertextvereilung

Zusätzlich wird im HTML-Code eines Backlinks bestimmt, ob es sich um ein „Nofollow“ oder „Dofollow“ Link handelt. Standard sind „Dofollow“-Links, welche auch bei Ranking-Tools von Google miteinberechnet werden. „Nofollow“-Links werden im HTML-Code speziell markiert und dienen der Vermeidung von verfälschten Rankings wie bspw. durch Spamnachrichten in Foren. Für ein natürliches Linkprofil sind jedoch beide Arten erforderlich.

Was macht nun ein gutes, natürliches Linkprofil einer Webseite aus? Ein gutes Linkprofil wird durch eine Mischung aus Quantität und Qualität von Backlinks ausgezeichnet. Die Quantität wird bewertet durch die Anzahl der Backlinks von unterschiedlichen Domains, welche selbst bestenfalls bereits eine hohe Position auf Google besitzen. Die Qualität wiederum untersucht die Art der Webseite, von der der Link stammt. Je branchennäher und anerkannter die Seite ist, desto qualitativer ist der Link. Qualität und Quantität stehen also im Bezug zueinander und werden von Google bei seiner Bewertung erfasst. Zudem spielt der zeitliche Verlauf der Verwendung von Links eine Rolle: wächst die Anzahl der organischen Backlinks kontinuierlich und variieren diese in ihrer Art, spricht dies für ein natürlichesLinkprofil.

Die Natürlichkeit eines Linkprofils kann durch diverse Tools gemessen werden. Beispiele hierfür sind Trust Flow (Qualität) und der Citation Flow (Quantität) als auch das PageRank-System, ein Algorithmus-Link, welcher die Herkunft der Backlinks einordnet. Die Investition in ein gutes Linkprofil lohnt sich. Ein unnatürliches Linkprofil einer Webseite wird von Google bestraft, z.B. durch die Entfernung von Keyword Rankings aus dem Google-Index, was in einer schlechteren Sichtbarkeit resultiert.

Googles sogenanntes „PenguinUpdate“ aus 2012 bewertet und überprüft fortlaufend und in Echtzeit durch Algorithmen einzelne Links zwischen Webseiten und bestraft unautorisierte Linkbuilding Techniken. Diese „Black HATs“ können bspw. automatisierte Link-Platzierungen auf Webseiten, Spam-Kommentare, Links auf nicht-verwandte Verzeichnisse von geringer Qualität oder unnatürlich viele Linkreferenzen von derselben Domain sein. All das wirkt sich langfristig angewandt negativ auf die eigene Webseite auf.

Image Black-Hat-SEO und White-Hat-SEO

Zwischenfazit: Die richtige Strategie ist für ein gutes Linkprofil ausschlaggebend. Regelmäßig angelegte Backlinks von guter Qualität von diversen großen als auch kleineren Domains und eine unterschiedliche Distribution von Ankertexten (auch Dofollows und Nofollows!) können dies gewährleisten. Der Fokus sollte auf Webseiten mit interessanten und relevanten Inhalten liegen, um schlußendlich eine bessere Sichtbarkeit der Zielgruppe bei den Google-Platzierungen zu erhalten.

Wie baut man demzufolge erfolgreich Links?

Die Registrierung der eigenen Webseite in etablierten und relevanten Branchenverzeichnisse ist nur eine von vielen erfolgsversprechenden Linkbuilding-Techniken. Daneben sind individuelle Inhalte auf der Webseite mit Mehrwert für externe Webseiten als auch Gastbeiträge (sog. Gästeblogging) mit Platzieren von Links auf die eigene Domain Formen des Linkbuildings. Linkbaits, Pressemitteilungen, Produkttests und eine angemessene Anzahl von Kommentaren in Foren sind ebenfalls Möglichkeiten, die eigene Webseite mit Backlinks zu versehen. Darüber hinaus stellen die SEO Konkurrenzanalyse (Analyse der Backlinks von Konkurrenten), der ABC Link Austausch (gegenseitige Verlinkung von drei unterschiedlichen Domains) als auch der Broken Link Austausch (Reparatur defekter/inaktiver Links mit eigener Webseite) anerkannte Formen des Linkbuildings dar. Welche Methoden letztendlich gewählt werden, hängt vom Unternehmensziel und dessen Schwerpunkt ab.

Was sollte noch beachtet werden?

Für eine erfolgreiche Nutzung des Linkbuildings sollte eine natürliche Verteilung von „Dofollows“ und „Nofollows“ gegeben sein. Zudem sollten die verwendeten Backlinks von hochwertigen Domains mit unterschiedlichen IP-Adressen stammen und abwechslungsreiche, variierende Ankertexte beinhalten. Um die Anzahl von qualitativen Backlinks zu steigern, ist ein wechselseitiges Linkbuilding mit starken Domains empfehlenswert. Hierbei ist jedoch der Mehrwert für die eigene Webseite zu beachten. Außerdem sollten Backlinks nicht nur auf eine Seite der eigenen Webseite führen, sondern bestenfalls auf verschiedene Unterseiten, um relevante Inhalte bestmöglich verknüpfen zu können. Auch sind Backlinks in der gleichen Landessprache und der gleichen länderspezifischen Top-Level-Domain (ccLTD) vorteilhaft. Weitere Pluspunkte sind konkurrenzlose Verlinkungen von einer fremden Webseite auf die eigene sowie Verlinkungen in Social Media, da diese ebenso immer mehr Relevanz bei der Einordnung durch Google erlangen. Vermieden werden sollten dagegen Links auf „Bad Neighbourhoods“, ein unnatürliches Linkprofil und Platzierungen von irrelevanten Links.

Fazit:

Wer Zeit und Arbeit in ein gutes Linkprofil investiert, wird durch eine gute Platzierung und Sichtbarkeit bei Google & Co belohnt. Erfolgreiches Linkbuilding durch qualitative und relevante Links führen nicht nur zu einem höheren Aufruf Ihrer Seite, sondern auch mit zufriedenen und wiederkehrenden Nutzern.

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Axel Zawierucha

Gründer "Internetwarriors", Marketing-Experte. Der studierte Diplom-Kommunikationswirt ist seit 1996 als Marketingleiter tätig und spezialisierte sich frühzeitig auf das Thema Online Marketing. 2001 gründete er die Online Marketing Agentur internetwarriors GmbH, die er bis heute als erfolgreiche und etablierte Full-Service Agentur in Berlin führt.Die Internetwarriors bieten als Full Service Agentur alle Dienste von der Online-Strategieberatung über den Webseiten-Aufbau und -Relaunch bis hin zu Analytics an.

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