Von Barcamp bis Webinar – was ist was?
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Von Barcamp bis Webinar – was ist was?

Gerade im IT-Bereich kommen Unternehmen nicht herum, ihre Mitarbeiter selbst weiterzubilden und zu schulen. Investitionen, um den Wissenshorizont der Belegschaft zu erweitern, sind inzwischen unerlässlich. Dabei hat das klassische „Seminar“ hat ausgedient. Unternehmen organisieren heute Barcamps oder Hackathons, wo Teilnehmer Neues entwickeln und ausprobieren können. Das gleiche gilt für den Bereich E-Learning. Webinare und Blended-Learning-Kurse gehen auf die Anforderungen der Mitarbeiter ein. Was steckt hinter den Fachbegriffen?

Hackathon

Hackathons sind dazu da, kreative Ideen abseits der täglichen Routine zu entwickeln. Während diese früher vor allem von Soft- und Hardwareentwickler abgehalten wurden, sind sie nun auch in kleineren Unternehmen zu finden. Meist dauern Hackathons 24 oder 48 Stunden, in denen die Mitarbeiter an neuen Ideen und kreative Lösungsansätze völlig zwanglos tüfteln. In lockerer Atmosphäre werden außerhalb der Büroräume Mitarbeiter aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengebracht. Am Ende präsentieren die Teilnehmer ihre Ideen vor einer Jury. Die besten Teams werden im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet. Gerade für Unternehmen, die sich in einem Digitalisierungsprozess befinden und nach neuen Geschäftsmodellen suchen, kann das ein effektiver Ansatz sein, das Potenzial der Belegschaft zu heben.

Barcamp

Wie die Hackathons auch, konzentrierten sich die Barcamps zunächst auf den IT-Bereich, doch auch andere Branchen sind mittlerweile auf den Zug aufgesprungen. Anders als bei Messen und Kongressen steht der Austausch zwischen den Teilnehmern im Mittelpunkt. Barcamps bieten Netzwerken in ungezwungener Umgebung. Die Themen und Inhalte werden meist erst zu Beginn des Events festgelegt. Jeder Teilnehmer kann Themen einbringen – gemeinsam wird darüber abgestimmt, welche davon behandelt werden. Was interessant erscheint, kommt auf die Agenda. Im Fokus steht der Wissensaustausch. Die Form spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Das können beispielsweise spontane Vorträge oder interaktive Workshops sein.

MeetUp

Bei MeetUps geht es darum, Menschen über Gemeinsamkeiten zu verbinden. Der erste Schritt für solche Treffen beginnt meist im Netz, die Zusammenkunft findet dann in der analogen Welt statt. Was alle MeetUps eint: Gleichgesinnte tauschen sich über ihr Thema aus, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen können. Sie reichen von Kryptowährung bis E-Mobilität, hin zu Hypnose und Klimaschutz.

Webinar

Ein Webinar ist eine Fortbildungsveranstaltung, die im Web abgehalten und von Dozenten oder Lehrkräften durchgeführt wird. Bei diesen interaktiven Veranstaltungen können Interessierte während des Webinars Fragen an die Lehrkräfte stellen. Der Austausch findet über einen Live-Chat statt. Wer teilnehmen möchte, muss sich in der Regel vorab anmelden und sich einloggen. Die Teilnehmer werden zu einem vorher bekannt gegebenen Zeitpunkt per Videokonferenz dazu geschaltet. Webinare sind also zwar orts- aber nicht zeitunabhängig. Neben vielen kostenlos angebotenen Webinaren gibt es inzwischen eine ganze Reihe zahlungspflichtiger Webveranstaltungen.

Blended-Learning

Darunter versteht man Kurse, die klassischen Präsenzunterricht und digitales Lernen verbinden. Bei diesem hybriden Lernmodell bauen einzelne Module aus Präsenz- und Web-Learning-Maßnahmen aufeinander auf. Weit verbreitet ist dieses Vorgehen: Am Beginn eines Kurses findet eine Präsenzveranstaltung statt, bei der sich die Teilnehmer kennenlernen. Das fördert bei Mitarbeitern des gleichen Unternehmens den Zusammenhalt. Blended Learning wird häufig von mittleren und größeren Unternehmen genutzt. Ganz einfach über Smartphones und Tablets werden die Teilnehmer mit neuen Lehrinhalten versorgt. Zum Überprüfen des Lernstoffes dienen - wie beim klassischen Unterricht - Tests und Prüfungen. Gerade für Unternehmen, deren Mitarbeiter über mehrere Standorte verteilt sind, wird dieses Format häufig genutzt.

Profilbild von Lisa Priller-Gebhardt
Autor/-in
Lisa Priller-Gebhardt
freie Journalistin

 

ist freie Journalistin und schreibt über die deutsche Medienlandschaft, vorwiegend für das Fachmagazin Werben & Verkaufen, aber auch für Kontakter, Welt am Sonntag, SZ sowie den Blog der BLM. Themenschwerpunkte sind Fernsehen, Digitalwirtschaft sowie Printmedien. Nach einem Volontariat bei Hubert Burda Media und dem Besuch der Deutschen Journalistenschule in München arbeitete sie für Bunte, Bild, Freundin, Antenne Bayern und die Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung, Jetzt.

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