Das sind die 5 wichtigsten digitalen Trends 2018

Die klassische Internet-Sitzung gibt es nicht mehr. Durch den immer noch stark wachsenden Anstieg von mobiler Internetnutzung „gehen“ wir nicht mehr online – wir „sind“ online. Mit dem Smartphone googeln wir mal eben unterwegs, wo der nächste Italiener ist und die App des Discounters sagt uns, welche Produkte in der kommenden Woche im Angebot sind. So liefern wir werbetreibenden Unternehmen permanent Insights zu unserem Nutzungsverhalten, unseren Interessen und unserem Konsumverhalten. Diese neuen Möglichkeiten beeinflussen das digitale Marketing – auch für lokale Händler und Dienstleister – maßgeblich. Wir haben für Sie die 5 wichtigsten digitalen Trends zusammengestellt:

#1: Micro Moments

Jeder Internetnutzer erlebt verschiedene Momente, in denen er online nach bestimmten Informationen sucht. Diese Momente werden von Entscheidungen begleitet und bilden die Schnittstelle von User Experience, Customer Journey und Mobile Usage: Die sogenannten “Micro Moments”. Sie bieten lokalen Einzelhändlern und Dienstleistern neue Berührungspunkte mit relevanten Nutzern und schaffen potenzielle neue Kundenkontakte. I-want-to-go”-Momente sind jene, in denen Internetnutzer mit dem Smartphone nach einem lokalen Geschäft suchen. Diesen Moment sollten Sie erkennen und Präsenz zeigen. Entscheidend sind ein korrektes Impressum und eine korrekte Webadresse, eine Listung in relevanten Branchenverzeichnissen wie z.B. gelbeseiten.de sowie eine optimale Anfahrtsbeschreibung zum Standort, damit der User Sie auch findet. Wenn Internetnutzer den Kauf eines Produkts in Betracht ziehen, spricht man vom       „I-want-to-buy“-Moment. Beschreiben Sie deshalb als lokal agierendes Unternehmen Ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio klar und übersichtlich, damit Nutzer Ihre Produkte schnell finden. Auch im Dienstleistungsbereich bieten sich dadurch interessante Möglichkeiten: So können z.B. Friseursalons potenziellen Kunden in ihrer Umgebung innerhalb der nächsten halben Stunde einen freien Termin anbieten oder Einzelhändler über spezielle Rabattaktionen informieren.

#2: Nachhaltige SEO

SEO ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen im digitalen Marketing. Hier ist das Stichwort: „Nachhaltige SEO“! Jetzt geht es vor allem um qualitativ hochwertigen Content. Statt nur hier und da einzelne Inhalte zu optimieren, sollte SEO ein wichtiger Teil Ihrer Gesamtstrategie sein: Pflegen Sie den Content Ihrer unternehmenseigenen Website kontinuierlich, um an relevanten Suchverkehr zu kommen. Dazu gehört übrigens auch SEO für Bilder, die Sie auf Ihrer Website verwenden.

#3: Sprachsuche

Über ein Fünftel der Suchanfragen bei Google erfolgt inzwischen über die Spracheingabe unseres Smartphones oder Assistenzsysteme wie Amazon Echo. Das bedeutet für SEO-Maßnahmen: Weg von der ein-zwei-drei-Suchbegriffoptimierung und hin zu längeren Suchphrasen. Die Texte auf Ihrer Website sollten daher auch auf mögliche Suchanfragen in ganzen Sätzen antworten. Anders als auf Bildschirm und Display wird bei Assistenzsystemen immer nur eine geringe Anzahl von Treffern vorgelesen. Schaffen Sie es hier nicht unter die ersten drei Suchergebnisse, gehen Sie unter.

#4: Mobile first

Mobiles Internet ist aus der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken und Voraussetzung für viele andere Trends. Dennoch vernachlässigen viele Unternehmen die mobilen Herausforderungen. Dabei spielen neue Technologien wie AMP (Accelerated Mobile Pages) oder PWA (Progressive Web Apps) eine große Rolle und bieten ganz neue und bessere Möglichkeiten für die mobile Internetnutzung, die auch ohne viel Aufwand für KMUs nutzbar sind.

#5: Video Content

Die Nachfrage nach Video-Inhalten wächst mit unglaublicher Geschwindigkeit - daran wird sich auch 2018 nichts ändern! Für Marketingexperten steht fest, dass Video Content die Art von Inhalten mit dem besten Return on Investment darstellt. Facebook, Snapchat und Twitter setzen daher auf den massiven Ausbau von Video-Content. So startete Facebook in diesem Jahr ein neues Format für Video-Investitionen in 6-Sekunden-Anzeigen, das gemeinsam mit Werbetreibenden entwickelt wurde.

Für alle Trends im Content-Bereich gilt: Klasse statt Masse! Weniger, aber dafür qualitativ hochwertiger und relevanter Content ist gefragt. Kombiniert mit den neuesten Technologien und digitalen Produkten können Sie sich so auf dem Markt behaupten.

Profilbild von Patrick Hünemohr
Patrick Hünemohr

ist Geschäftsführer der GREVEN Medien Gruppe in Köln und verantwortet die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing und Neue Medien. Seine Karriere führte ihn vom Produktmanager bei einem europaweiten EDV-Unternehmen zur Deutschen Telekom Medien GmbH in Frankfurt, wo er die Verantwortung für die Multimedia Verlagsprodukte übernahm. 2001 wechselte er nach Köln zur GREVEN Medien Gruppe.

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