Pressekonferenzen – Wie sie auch im Internet-Zeitalter noch funktionieren

Im Internet-Zeitalter ist es tatsächlich gar nicht mehr nötig, persönlich auf einer Pressekonferenz zu erschienen. Journalisten werden mit Informationen zugeschüttet und können sie leicht online finden. Aber auch heute kann eine Pressekonferenz noch Journalisten anlocken, wenn sie richtig konzipiert wird: Denn für einen persönlichen Draht zum Verband kann eine Pressekonferenz langfristig nützlich sein. Persönliche Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat – das wissen auch Journalisten.

So gelingt es:

  • Bieten Sie mehr, als schriftlich möglich ist: Schon aus der Einladung muss ersichtlich sein, dass Sie etwas bieten, was ein Journalist nur vor Ort bekommen kann.
  • Jeder Journalist, der sich die Mühe macht, zu kommen, will seine eigene, individuelle Story. Fragen Sie deshalb vorab nach Journalistenwünschen: Wer will mit wem über was sprechen.
  • Planen Sie genügend Zeit für Fragen ein: Journalisten wollen nicht nur berieselt werden, sondern bringen ihre eigenen Fragen mit. Geben sie ihnen genügend Zeit, diese Fragen zu stellen. Und nicht nur vor allen anderen anwesenden Journalisten, sondern im Vier-Augen-Gespräch.
  • Zeit ist knapp: Der Zeitplan sollte deshalb bereits im Vorfeld bekannt sein. Verschicken sie ihn mit der Einladung.
  • Briefen Sie Ihre Redner: Welche Fragen sind zu erwarten? Was sind die Antworten?
  • Fact-Sheet aushändigen: Namen, Fachbegriffe, Zahlen, Daten und Fakten sind wichtiger als ausformulierte Reden in der Pressemappe, wenn Sie fehlerhafte Berichterstattung vermeiden wollen.
  • Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Journalisten ins informelle Gespräch zu kommen: Welche Themen interessieren gerade, welche wären für den Journalisten in Zukunft interessant? Interessieren Sie sich für den Journalisten: Wie können Sie ihn unterstützen?
  • Nur nicht nerven: Journalisten werden auch dann nichts schreiben, wenn sie noch so häufig nachhaken.