Hub Content – Menschen erreichen und interessieren
Content Marketing •

Hub Content – Menschen erreichen und interessieren

Bereits im letzten Artikel sind wir auf eine spezielle Art des Contents für Content Marketing eingegangen – Den Hub Content. Was gilt es bei dieser Spielart des Content Marketing zu beachten? Bei Hub-Content vor allem darum, Inhalte zu kreieren, die für den lesenden Menschen interessant sind. Entscheidend ist also weniger, ob dieser die wichtigsten Suchbegriffe abdeckt, sondern vielmehr, ob er einen potenziellen Kunden, der mit großer Wahrscheinlichkeit bereits in einem passenden Umfeld unterwegs ist, interessiert. Ziel dieser Inhalte ist es also insbesondere, Menschen länger für das Thema zu interessieren oder ihnen ergänzende Informationen anzubieten, die zu einem tieferen Besuch der Inhalte (Next Klick) führen.

Die Produktion von Hub-Content erfordert daher oftmals eine gewissen Kreativität bzw. journalistische Kompetenz, da antizipiert werden muss, welche Themen die Zielgruppe potenziell beim Besuch eines Portals, unabhängig von der Frage, wie der Nutzer auf das jeweilige Portal gelangt ist, interessieren. Diese Anforderung führt i.d.R. auch zu der Herausforderung, dass die Produktion von Hub-Content inkl. Vorbereitung und Distribution nicht günstig ist, und daher wohl überlegt sein will und in vielen Praxisfällen auf einige Hundert Artikel begrenzt ist.


Langfristig „aktueller“ Content hat gute Chancen


Vor diesem Hintergrund lohnt es sich oftmals, Hub-Content so aufzubauen, dass er Themenfelder abdeckt, die langfristig aktuell oder wiederkehrend aktuell sind. Zur Verdeutlichung greifen wir das Beispiel des Fahrrad-Herstellers aus dem ersten Artikel auf: Aktueller Content wäre z. B. die Vorstellung der neuen Räder der Saison. Dieser Content ist zwar für viele interessant, hat aber oftmals nur eine Aktualität von wenigen Wochen. Produziert man jedoch hingegen eine Liste mit den 10 Tipps, das Rad zur Saison wieder fit zu machen, so hat man einen Artikel, der über viele Jahre zum Saison-Start immer wieder eine Relevanz erreicht, so lange sich nicht grundlegende fundamentale Änderungen in der Rad-Technologie ergeben. Es ist also nicht nur wichtig, sich zu fragen, welche Inhalte für die Zielgruppe relevant sind, sondern besonders auch darauf zu achten, wie lange ein Inhalt Relevanz erreichen kann. Die initialen Kosten mögen bei beiden Artikeln ähnlich sein, aber auf die potenzielle Nutzungsdauer gerechnet kann sich ein vielfach höherer bzw. niedrigerer Wert ergeben.


Ergänzende Distribution


Ein weiterer spannender Aspekt von Hub-Content ist die Möglichkeit, diesen als „Mehrwert“ über eigene Media-Kanäle zu teilen oder anderen Medien als kostenlosen Mehrwert-Content gegen Rückverlinkung oder über Content Distributions-Netzwerke anzubieten. Für ersteren Fall bietet sich beispielsweise ein Newsletter oder ein Social Media Kanal an, der ein großes Potenzial bietet, interessierte Menschen aktiv in regelmäßigen Abständen wieder an das eigene Content Marketing Angebot zu erinnern und aktiv zu erreichen. Die zusätzlichen Kosten für diese Nutzung beschränken sich oftmals auf das Management der Kanäle, da bestehende Inhalte „recycelt“ werden können. Die Verteilung auf Drittseiten als „Mehrwert-Content“ ermöglicht interessante Kooperationen mit passenden Medien und neben direktem Traffic durch Rückverlinkungen auch positive Effekte auf das Google Ranking. Einziges Manko dieser Methode ist der oftmals verhältnismäßig hohe Aufwand für die direkte Kommunikation mit den Medien und eine geringe Planbarkeit und kurzfristige Skalierbarkeit. Soll kurzfristig oder mit hoher Reichweite Aufmerksamkeit auf die Inhalte generiert werden (z.B. zum Start seiner neuen Produkte oder ähnlichem) bieten heute Content Distributions-Netzwerke die Möglichkeit, eigene Content Marketing Inhalte gegen Bezahlung stark automatisiert und mit hoher Reichweite auf eine Vielzahl von passenden Portalen zu platzieren. 


Content Creation vs. Content Curation


Da wir anders als beim Hygiene Content, beim Hub Content nicht zwingend einzigartige Inhalte benötigen, sondern vor allem solche, die Nutzer in der aktiven Lese-Situation interessieren, bietet sich neben der klassischen Content Erstellung auch die Möglichkeit an, bereits verfügbare Inhalte zu aggregieren und zu einem interessanten Inhalt zusammen zu fassen. Diese Methode ist oftmals günstiger und dennoch sehr effektiv. So bietet sich z.B. die Möglichkeit an, Top 10 Listen mit beliebten Inhalte zu erstellen oder „Best of“ Artikel zusammenzufassen. Wichtig bei dieser Vorgehensweise sind die Beachtung eventueller Urheberrechte und die richtige Angabe von Quellen und ggf. nötigen Verlinkungen.

Marius

ist Internetunternehmer und CEO bei der DEFINE MEDIA GMBH in Karlsruhe, Betreiberin der führenden Content Distributions Plattform in Deutschland. DEFINE MEDIA ist der Spezialist für Engagement Marketing in Special Interest Umfeldern. Das 2007 gegründete Unternehmen setzte bereits früh einen starken Fokus auf themenaffine Konzeptvermarktung mit Content Marketing Lösungen, native Werbeformen und User Engagement Produkten mit sozialer Reichweite. Die von DEFINE MEDIA entwickelte Distributions-Technologie CONATIVE ermöglicht die frei skalierbare, native Einbindung von Content Marketing Inhalten auf externen Zielseiten. Damit haben Werbungtreibende die Möglichkeit, ihre Markenbotschaft automatisiert auf zahlreichen, thematisch passenden Premium Portalen zu positionieren. Bereits 1999 gründete Marius Gebicke sein erstes Unternehmen im Bereich Online Marketing, welches er 2003 verkaufte. Danach arbeitete Marius Gebicke im Vermarktungsbereich der WEB.DE AG. Nach deren Verkauf an die United Internet verantwortete er als Produktmanager bei der neu gegründeten Vermarktungstochter United Internet Media AG die Monetisierung der Werbeflächenvermarktung auf den Portalen WEB.DE, GMX und 1&1.

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