Rechtssicheres Online-Marketing: Fallstricke für Existenzgründer
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Rechtssicheres Online-Marketing: Fallstricke für Existenzgründer

Website, soziale Medien und E-Mail-Marketing: die Neuen Medien gehören für Existenzgründer sowie für kleine und mittelständische Unternehmen inzwischen zum täglichen Geschäft. Was Gründer dabei oft ausblenden, sind rechtliche Fallstricke im Netz. Wer diese missachtet oder sich nicht darum kümmert, dem drohen teure Abmahnungen. Wir haben die wichtigsten Rechtsfragen für Ihr Online-Marketing zusammengestellt, über die jeder Unternehmer Bescheid wissen sollte.

Rechtssichere Website für Ihr Start-up


Die eigene Website sollte übersichtlich, ansprechend und in Sachen Online-Marketing gut aufgestellt sein. Doch bei der Darstellung Ihres Unternehmens im Internet müssen Sie auch rechtliche Aspekte berücksichtigen: Schon bei der Wahl der Domain gilt es zu beachten, dass sie nicht gegen fremde Marken- oder Namensrechte verstößt oder unzulässige Gattungsbegriffe enthält.


In Deutschland herrscht nicht nur für Presseerzeugnisse, sondern auch für Online-Angebote Impressumspflicht. Für Inhalt und Platzierung des Impressums gibt es für Unternehmens-Websites rechtliche Vorgaben. Was genau ins Impressum gehört, hängt unter anderem von der Unternehmensform und dem Geschäftsmodell ab.


Für den Fall, dass Sie personenbezogene Kundendaten erheben, beispielsweise über ein Kontakt- oder Bestellformular, sind Sie verpflichtet, den Nutzern im Rahmen einer Datenschutzerklärung den Verwendungszweck deutlich zu machen. Stellen Sie zudem klar, dass erhobene Daten nicht übertragen werden. Darunter können übrigens auch Daten fallen, die im Rahmen von Website-Tracking erhoben werden.


Falls Sie die auf Ihrer Website veröffentlichten Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos nicht selbst erstellt haben, sollten Sie mit dem Urheberrecht vertraut sein und den Urheberschutz beachten.


Verträge im Internet: Online-Shops ' Co.


Falls Sie über Ihre eigene Website Verträge abschließen, etwa im Rahmen eines Online-Shops, gilt: Damit Ihre Verträge im Internet rechtssicher sind, müssen Sie Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) entsprechend gesetzlicher Vorgaben auf Ihrer Website einbinden. Außerdem müssen Sie das Fernabsatzrecht beachten und Ihren Nutzern unter anderem eine Widerrufsbelehrung bieten.


Gefahren im Social Media Marketing


So einfach und unkompliziert Werbung über Facebook und Co. funktioniert, so groß sind auch die rechtlichen Fallstricke der sozialen Medien: Für Facebook-Unternehmensseiten etwa gibt es eine Impressumspflicht. Hinzu kommen strenge Vorgaben für Gewinnspiele, Preisangaben sowie die Verwendung von Fotos und Grafiken.


Rechtssichere Suchmaschinen-Werbung


Vorsicht ist hier in puncto Markenrechtsverletzungen geboten. Wer über Suchmaschinen-Werbung wie Google Adwords fremde Marken-, Produkt- oder Geschäftsbezeichnungen der Konkurrenz als Keywords verwendet, dem droht eine Abmahnung. Zwar ist die Rechtslage hier noch nicht endgültig geklärt, über die Problematik sollte man sich aber im Klaren sein.


E-Mail-Marketing


Wenn Sie per E-Mail-Marketing an Ihre Kunden herantreten, etwa in Form eines Newsletters, müssen Sie bereits bei der Anmeldung für den Newsletter auf ein „Double-opt-in“ achten. Weitere rechtliche Aspekte erläutern wir in unserem Beitrag „Erfolgreiches E-Mail-Marketing im Mittelstand“. Auch hier gilt es, auf das Wettbewerbsrecht sowie auf urheberrechtlich geschützte Inhalte zu achten.


Die aufgeführten Fallstricke zeigen, dass es für Existenzgründer unerlässlich ist, sich eingehend zum Thema Internetrecht zu informieren und sich über Änderungen auf dem Laufenden zu halten. Fundierte Informationen und Neuigkeiten zu sämtlichen Aspekten des Internetrechts bietet unter anderem die Website e-Recht24.de. Den passenden regionalen Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Internetrecht finden Sie zudem im Branchenbuch von Gelbe Seiten.

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