Wettbewerbsvorteile durch Gender Marketing?
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Wettbewerbsvorteile durch Gender Marketing?

Frauen sind nicht nur Zielgruppe für Hautcreme, Kleider oder Lippenstift:  auch Autos, Smartphones und Heckenscheren sind hier ein Thema. Allerdings stehen beim Marketing für derartige Produkte meist Männer als Zielgruppe im Vordergrund. Das sogenannte Gender Marketing, also die geschlechtsspezifische Ansprache ohne Schubladendenken, verspricht wichtige Marktanteile und Wettbewerbsvorteile.

So funktioniert Gender Marketing mit Frauen als Zielgruppe

Im Sinne des Gender Marketings ist es zwar sinnvoll Produkte und Angebote explizit für Frauen zu verkaufen, sie an deren Bedürfnisse und Geschmack anzupassen. In Ihrem Restaurant könnten Sie beispielsweise ein Menü speziell für Frauen anbieten. Doch während der Ansatz „Shrink it or pink it“ die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und spezifische Klischees betont, setzt Gender Marketing auf die Gemeinsamkeiten: Zunächst müssen beide Zielgruppen, Männer und Frauen, eigenständig untersucht werden. Erst im zweiten Schritt können Hypothesen zu den verbindenden Elementen aufgestellt werden. In entsprechenden Anzeigen werden dann zum Beispiel Frauen UND Männer abgebildet. Auf diese Weise werden nicht etwa Rollenklischees verstärkt, sondern vielmehr emanzipierte Frauen angesprochen, die ein Auto, einen Tablet-PC oder auch eine Bohrmaschine kaufen wollen.

Die Fastfood-Kette McDonalds setzt seit Langem nicht nur auf männliche Burger-Fans. Mit Heidi Klum als Salatbotschafterin hat das US-Unternehmen auch gesundheitsbewusste Frauen angesprochen und sich auf diesem Weg wichtige Marktanteile gesichert. Auch VW, Apple und Amazon berücksichtigen bei ihren Marketing-Aktionen – im Gegensatz zu vielen anderen Marken – Frauen als Zielgruppe. Das Ganze funktioniert natürlich auch anders herum: Nivea zum Beispiel ist auf dem Markt für männliche Pflegeprodukte heute nur deshalb so erfolgreich, weil sich die Marke eben nicht explizit weiblich positioniert hat.

Vorteile weiblicher Mundpropaganda nutzen

Die weibliche Zielgruppe anzusprechen, hat einen weiteren Vorteil: Egal, ob sie mit einem Produkt zufrieden sind oder nicht – Frauen sprechen eher über ihre Erfahrungen als Männer. Diese Form der Mundpropaganda können sich Unternehmen zunutze machen, denn eine zufriedene Kundin ist die wohl beste Form von Empfehlungsmarketing.

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