Pokémon Go als Marketing-Tool einsetzen
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Pokémon Go als Marketing-Tool einsetzen

Das Ganze lässt sich natürlich noch weiterentwickeln, indem Sie aktiv mit den Lockmodulen arbeiten. Sie könnten zum Beispiel eine Art Happy Hour anbieten, in denen Sie einen aktivierten Pokéstop garantieren: „Jeden Tag von 16-17 Uhr wartet ein Lockmodul vor unserer Tür – kommt vorbei!“ Dazu bieten Sie vielleicht noch eine Cocktail-Happy-Hour oder eine andere spezielle Aktion an und haben die Möglichkeit, vom derzeitigen Hype zu profitieren. Sind die Entwickler des Spiels, die Firma Niantic (zusammen mit Nintendo), clever, werden sicher auch bald kommerzielle Möglichkeiten folgen, zum Beispiel, dass spezielle Pokéstops angelegt werden können oder spezielle Pokémon an bestimmten Orten erscheinen.

Pokémon Go als Marketing-Tool einsetzen

Pokémon Go kann man mögen oder auch nicht. Die einen finden es nervig und unnütze Zeitverschwendung, die anderen ein spannendes und spaßiges Spiel zum Zeitvertreib. Ein Blick in die Innenstädte verrät allerdings, dass es sehr viele Nutzer alles andere als nervig finden. Allein in den ersten 19 Tagen schaffte die App 75 Millionen Downloads, innerhalb von 10 Sekunden wird laut AppInstitute fast 1.000-Mal der Download-Button geklickt. Und im gleichen Zeitraum macht Pokémon Go mit In-App-Käufen fast 2.000 Dollar Umsatz. Da bewegt sich etwas, ob Sie es wollen oder nicht.

Mit dem Spielprinzip auseinandersetzen

Doch wie können wir Pokémon Go jetzt auch für das Marketing nutzen? Dafür sollten Sie sich erst einmal mit der App vertraut machen. Haben Sie sich die App schon einmal angeschaut? Länger, als nur einmal kurz im Appstore oder in den Nachrichten? Das ist die Grundvoraussetzung, um nötige Schlüsse für das eigene Marketing ziehen zu können. Wie funktioniert das Spielprinzip? Was kann dort alles gekauft werden? Wie werden Pokémon gefangen? Wie und wo tauchen diese auf? Was passiert in den Arenen? Wie wird gekämpft und was gibt es als Siegprämien?

Lockmodule locken nicht nur Pokémon an

Ein Anziehungspunkt im Spiel sind die sogenannten Pokéstops. Dort bekommen die Spieler neue Bälle, Heiltränke und Eier, mit denen Pokémon ausgebrütet werden können. Diese Pokéstops können von Spielern mit einem „Lockmodul“ versehen werden, was bewirkt, dass dort mehr Pokémon auftauchen. Ein paar Lockmodule bekommt der Spieler als Belohnung, sind diese aufgebraucht, können über den Shop neue dazu gekauft werden. Ein Lockmodul kostet umgerechnet etwa 99 Cent. Und diese Module locken nicht nur Pokémon an, sondern auch Spieler – also Menschen – und damit potenzielle Kunden.

Erstansprache mit Pokémon Go

Befindet sich ein Lockmodul in Ihrer Nähe, vielleicht sogar direkt vor der Tür? Was spricht dagegen, ein paar Euro zu investieren und neue Kunden anzulocken? Es gibt schon einige Pokéstops, die sich direkt vor Biergärten, Lokalen, Geschäften oder Fast-Food-Restaurants befinden, und komischerweise fast rund um die Uhr mit einem Lockmodul versehen sind. Die Spieler halten sich dort mitunter bis zu mehrere Stunden auf (je nachdem, wie lange die Lockmodule aktiviert sind) und bekommen natürlich auch Hunger oder Durst oder brauchen Strom, denn die App ist nicht gerade akkuschonend. Warum also nicht Powerbanks verleihen bzw. auch verkaufen oder den Spielern eine Steckdose zum Aufladen des Mobiltelefons anbieten? Wenn das keine perfekte und unkomplizierte Möglichkeit für eine Kunden-Erstansprache ist?

Kommerzielle Möglichkeiten werden folgen

Das Ganze lässt sich natürlich noch weiterentwickeln, indem Sie aktiv mit den Lockmodulen arbeiten. Sie könnten zum Beispiel eine Art Happy Hour anbieten, in denen Sie einen aktivierten Pokéstop garantieren: „Jeden Tag von 16-17 Uhr wartet ein Lockmodul vor unserer Tür – kommt vorbei!“ Dazu bieten Sie vielleicht noch eine Cocktail-Happy-Hour oder eine andere spezielle Aktion an und haben die Möglichkeit, vom derzeitigen Hype zu profitieren. Sind die Entwickler des Spiels, die Firma Niantic (zusammen mit Nintendo), clever, werden sicher auch bald kommerzielle Möglichkeiten folgen, zum Beispiel, dass spezielle Pokéstops angelegt werden können oder spezielle Pokémon an bestimmten Orten erscheinen.

Rechtliche Fallstricke beachten

Denken Sie aber auch bei der Bewerbung daran, dass natürlich sowohl der Spielname als auch Logo, die einzelnen Pokémon und selbst der Pokéball eingetragene Markenzeichen sind.

Aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Derzeit ist Pokémon Go ein heiß diskutiertes Thema, nutzen Sie jetzt die Chance und versuchen Sie, vom Hype zu profitieren.

Profilbild von Jochen Hencke
Autor/-in
Jochen Hencke
Content Konzeptioner

Jochen Hencke ist bei d.Tales für Content & Marketing Konzeption zuständig und in den Social Media zu Hause. Bevor es den gebürtigen Berliner nach München zog, studierte er Journalismus und Unternehmenskommunikation an der FH JOANNEUM in Graz und baute anschließend die Salzburger Privatbrauerei Stiegl zu einer der führenden "Social Media Brauereien" im deutschsprachigen Raum auf. Seine Arbeit bei der Stieglbrauerei führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde er mit dem Titel "Onliner des Jahres 2014" ausgezeichnet.

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