Onepage-Design: Alles auf einer Seite

Onepage-Design liegt im Trend. Immer mehr Unternehmen präsentieren sich ihren Internetbesuchern auf einer Seite, die am Stück durchgescrollt werden kann. Das sieht schick und übersichtlich aus. Die Darstellungsweise hat aber auch ein paar Nachteile.

Alles auf einer Seite

Genau das bietet eine Website im Onepage-Design. Im radikalsten Fall gibt es keine weiteren internen Links oder Rubriken, die auf andere Bestandteile einer Homepage verweisen. Statt zu klicken, scrollt sich der Anwender von oben nach unten durch. Die Bedienung ist damit denkbar einfach, die Navigation ein Kinderspiel. Allerdings steckt hinter einem guten Onepage-Design viel Arbeit.

Die beginnt mit der Bestimmung der jeweiligen Zielgruppe, die angesprochen werden soll. Von ihr ist in entscheidendem Maße die Gestaltung der Seite sowie die Reihenfolge der angebotenen Themen abhängig. Hier die richtige Mischung – auch aus Ansprache, interessanten Bildern oder Videos – herauszufinden, ist eine schwierige Aufgabe. Je mehr über die Interessen und Eigenarten der potenziellen Ansprechpartner bekannt ist, desto einfacher klappt und desto besser wird die Benutzerführung auf der Homepage.

Nicht für jedes Unternehmen geeignet

Allerdings ist das Onepage-Design nicht für jeden Anbieter sinnvoll. Seine Vorteile spielt es vor allem aus, wenn es um thematisch relative eng begrenzte Inhalte geht. Beispielsweise für Unternehmen mit einem geringen Angebot von Waren oder Dienstleistungen, kleinere Betriebe mit einem überschaubaren Wirkungskreis oder Freelancer, die ihre Vorzüge darstellen möchten.

Onpage-Design eignet sich weniger für Homepages, auf denen viel unterzubringen ist. In dem Fall ist das "traditionelle" Design mit vielen Links zu verschiedenen Rubriken besser geeignet.

Auch wer auf Suchmaschinenoptimierung angewiesen ist, sollte sich den Einsatz von Onepage-Design gut überlegen. Denn sie bietet nur einen Title, eine Meta-Description und eine Überschrift h1. Das macht schon die Auswahl des Keywords zu einer Herausforderung. Auch hier erweist sich eine sehr gute Kenntnis der Zielgruppe als vorteilhaft.

Tipps für die Gestaltung

Der Text sollte möglichst knapp in Form und Inhalt sein. Ansonsten leidet darunter die Übersichtlichkeit. Oben sollten immer die wichtigsten Informationen für den Leser stehen. Das sind übrigens nicht zwangsläufig jene, die der Anbieter für besonders spannend hält. Wer also mit seiner Firmengeschichte glänzen will, der sollte dies besser weiter unten auf der Seite tun.

Zu einer im wahrsten Sinne des Wortes ansehnlichen Mischung gehören auch visuelle Elemente. Sprich: Fotos, Videos und/oder Grafiken lockern ein Onepage-Design auf. Allerdings sollten es nicht zu schrille oder unruhige Bilder sein. Wichtig ist, dass sie nicht stören beziehungsweise – im Fall von Produktfotos – eindeutig erkennbar sind.