Social Media bedienen – Regelmäßigkeit ist aufwändig, oder?

Das Führen eins Unternehmens verlangt an vielen Stellen Regelmäßigkeit. Abrechnung, Inventur, Öffnungszeiten, Kundenberatung, Anzeigenschaltung, Aktualisierung des Angebots und viele andere Anliegen in Ihrer Firma müssen regelmäßig und immer wiederkehrend stattfinden, damit „der Laden läuft“. Dazu kommt in der Regel ein sinniges Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie schlicht und einfach professionelle Präsentation, freundliche Beratung und ein transparentes und vollständiges Verkaufsangebot. Und dazu gehören auch Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen in verschiedenen relevanten Medien. Oft sind aber genau diese kommunikativen Einflussfaktoren noch gar nicht oder nicht regelmäßig in den digitalen Auftritten von kleinen und großen Unternehmen vertreten oder konsequent umgesetzt.

An dieser Stelle wird großes Potential verschenkt, denn stiefmütterlich behandelte Seiten auf Anbieterportalen, bei Facebook oder bei Google lassen Suchende im Internet ohne Beratung und ausreichende Informationen zurück. Oft machen sie einen so verwahrlosten Eindruck, dass man automatisch zu dem Schluss kommen muss, dass auch die eigentlichen Produkte oder Dienstleistungen sorglos, schlampig und inkonsequent hergestellt bzw. durchgeführt werden. Die kaufbereiten Interessenten stehen vor der digitalen Ladentür und kommen nicht rein.

Auftritte im Internet, die so einen Eindruck machen, ist vergleichbar damit, dass etwa ein potentieller Kunde eine fachliche Beratung wünscht – doch Sie schauen ihn beim Reden nicht an und sind auch noch sehr sparsam mit Worten. Oder damit, dass ein Interessent einen Kostenvoranschlag anfordert und Sie ihn in drei Monaten abliefern. Oder aber auch schlicht damit, dass ein Ladenbesucher sich suchen umschaut – und Sie gehen erstmal in die Mittagspause. Das ist unwirtschaftlich, servicetechnisch inkonsequent und entspricht auch auf geschäftlicher Ebene nicht den sozialen, kundenorientierten Konventionen.

Wenn wir uns den Begriff Social Media einmal bewusst anschauen, lässt sich erkennen, dass es zum einen um Medien geht (z. B. ein Medium wie Facebook oder Google). Medial ist es wichtig, dass die „digitalen Schaufenster“ z.B. mit korrekten Öffnungszeiten und einer Angebotsübersicht ausgestattet ist. Zum anderen geht es um Soziales, also das was vor und nach dem Kauf zwischen Ihnen und Ihrer Zielgruppe stattfindet. Dazu gehören oft fachliche Beratungsgespräche, ein Handschlag aber auch Höflichkeit und etwas Small Talk. Übertragen „vom Laden“ in die Sozialen Medien müssen Sie nur wenige Handgriffe tätigen, um die digitalen Ladentüren zu öffnen.

Werkzeuge, die Ihnen helfen können sowohl digital „sozial“ und kundenorientiert zu sein, als auch regelmäßig, konsequent und ebenso transparent wie freundlich zu beraten, sind:

  • Ein Smartphone mit Kamera und Internetzugang, für das Posten von Beiträgen „zwischendurch“. Das ist vergleichbar mit der Ansprache eines Interessenten vor Ort, von dem Sie noch nicht genau wissen, was er sucht. Es ist wie ein „Wie kann ich helfen?“ oder ein „Schauen Sie auch mal hier.“ auf Ihrer Fanseite.
  • Entsprechende Apps auf diesem Smartphone sind in der Regel komfortabler zu bedienen als die mobilen Webseiten von Facebook, Google oder Bloganbietern. Die sind die digitale Version Ihrer Flyer, Schilder, Schaufenster oder Aufsteller vor dem Laden. Flexibler und schneller aktualisierbar machen Sie auch schnelle kleine Werbeaktionen möglich, ohne direkt Geld für Drucksachen zu investieren.
  • Ein PC oder einfacher Laptop mit Internetzugang, der im Verkaufsraum nicht unbedingt zur Abwicklung von Aufträgen zur Verfügung stehen muss, sondern an dem auch Schreibarbeit erledigt werden kann. Der kann hilfreich sein, wenn mal mehr Nachrichten eingegangen sind und konzentriertes Beantworten von Fragen und Beiträgen anliegt.

Sind die Geräte nicht vielleicht sogar schon vor Ort und werden regelmäßig genutzt? Der Weg vom E-Mails beantworten, Rechnungen schreiben und Rabatt-Angebote entwickeln zum neuen Beitrag in Facebook ist nicht weit! Vielleicht ist die Inspiration schon direkt in Ihrem Postfach zu finden oder in einem der Kundengespräche von heute Vormittag. Was fragen Ihre Interessenten eigentlich immer wieder? Was loben Ihre Kunden regelmäßig? Was ist immer wieder Gesprächsthema? Das sind auch die Themen, die an der virtuellen Ladentheke wichtig sind. Schreiben Sie es kurz auf. Ein Beitrag, ein Thema – und wieder ist ein Teil Ihrer digitalen Laufkundschaft mit wichtigen Informationen zur Kaufentscheidung versorgt, hat Vertrauen in Ihre Kompetenz gefasst und kommt nun sogar für eine konkrete Beratung auf Sie zu.

Profilbild von Katja Raasch
Katja Raasch

ist Beraterin, Strategin und Trainerin für Social Media Marketing und klassisches Online Marketing. Ihre Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen, die im Arbeitsalltag ebenso durchdachtes wie zielgerichtetes und gleichermaßen individuelles Online- und Social Media Marketing betreiben wollen - das darüber hinaus zu den Ressourcen des Arbeitsalltags passt. Als gelernte Verlagskauffrau hat Sie mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in den schnelllebigen Bereichen des Marketings.

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