Social Media •

...und wie gut sind Sie organisiert in Social Media?

„Ordnung ist das halbe Leben“ – das sagt der Volksmund. Für Social Media gilt das allemal.

Machen Sie sich Ihre Social Media einfach – mit System.

Am allerbesten ist es, wenn Sie alles an Ort und Stelle haben. An einer Stelle. Also in einer einzigen Datei.

Die absolute Informationsflut hält uns doch alle in Atem, nicht wahr. Da tut Organisation not! Ich zeige Ihnen, wie das ganz leicht geht. Was also tun?

1. Ein neues Text-Dokument anlegen.

Geben Sie dieser Datei einen ganz schönen Namen, zum Beispiel Ihr Lieblingsessen oder Ihr Lieblingslied. Dazu komme ich später noch einmal.

2. Ein neues Passwort muss her!

Sie ahnen es. Ich lege den Finger in die Wunde und fordere Sie auf, dass Sie überall in Social Media ein anderes Passwort einsetzen. Deswegen überlegen Sie sich ein individuelles System. Achten Sie auf Folgendes: Sie brauchen:

  • Großbuchstaben
  • kleine Buchstaben
  • Ziffern
  • Sonderzeichen

Nochmal: Sicherheit geht vor! Deswegen für jeden Account ein eigenes Passwort – egal wo! Dass Sie dabei weder Ihren Vornamen oder Nachnamen, den Geburtstag oder den Namen Ihrer Firma verwenden, versteht sich sozusagen von selbst. Nun haben Sie eine gute Basis.

3. Netzwerkspezifika

Bei der ganzen Systematik braucht es ja immer noch etwas Netzwerkindividuelles, damit Sie beim Login nicht lange überlegen müssen. Zum Beispiel den zweiten und letzten Buchstaben des jeweiligen Netzwerkes. Dieses sollten Sie also nun immer auf dem Schirm haben. Prima, das neue System installiert.

4. Tabelle einfügen

Dann markieren Sie die oberste Zeile Ihrer Datei bitte in fett. Und jetzt benennen Sie die einzelnen Spalten, zum Beispiel so:

  1. Status
  2. wo
  3. Profilbild
  4. Anmeldelink
  5. Zugang
  6. PW
  7. Datum

Jetzt konzentrieren Sie sich und notieren in der zweiten Spalte alle Kanäle, in der Sie einen Account haben. Wichtig: Es spielt keine Rolle, ob Sie das derzeit aktiv nutzen oder nicht. Im Anschluss sortieren Sie die Datei nach dieser Spalte.

Nun suchen Sie das aktuellste Profilfoto von Ihnen beziehungsweise das aktuelle Unternehmenslogo (das ändert sich ja schon mal von Zeit zu Zeit). Dieses Bild schicken Sie direkt auch noch per E-Mail an sich selbst. Sichern Sie es auf Ihrem Smartphone für den Fall, dass manche Netzwerke nur mobil funktionieren.

6. Bookmarks setzen

Jetzt haben Sie eine Liste aller Social Media, die Sie brauchen. Jetzt surfen Sie die Login-Seiten an – ja, Sie sollten aus Sicherheitsgründen immer brav ausgeloggt sein! – und kopieren den Link für Ihre Datei (Spalte 4). Nach und nach füllt sich Ihre Datei wie von alleine.

Parallel dazu speichern in einem extra Ordner bei den Lesezeichen diesen Link.

Nach erfolgtem Login laden Sie Ihr Foto/Logo hoch und markieren die entsprechende Spalte in der Datei mit Okay o.ä.

7. Welcher Zugang?

Nicht immer loggen Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse ein. Es kann sein, dass Sie einen Benutzernamen brauchen. Und genau das gehört in die Spalte „Zugang“. Wichtig: Halten Sie unbedingt die Groß- und Kleinschreibung im Auge!

Zu guter Letzt: Legen Sie sich für Ihre Aktivitäten in Social Media eine eigene E-Mail-Adresse an, die Sie sonst nicht weitergeben. Vielleicht haben Sie ja bereits eine, auf die Sie (nur) Ihre abonnierten Newsletter laufen lassen ...

Zurück zur Organisation. Zeitgleich mit dem neuen Profilbild aktualisieren Sie Ihr jeweiliges Passwort (6. Spalte). In beiden Spalten sollte nun so etwas wie „okay“ stehen.

Sobald Sie sich nun konzentriert durch Ihre Accounts gearbeitet haben, vermerken Sie das heutige Datum in der letzten Spalte und ein beim Status ebenfalls. Und wenn Sie das nächste Mal an die Aktualisierung müssen – zum Beispiel mit einem Profilbild – dauert das dann wirklich nicht mehr lange.

Und warum der geheimnisvolle Dateiname? Sie ahnen es: aus Sicherheitsgründen!

J. Christoph

ist zertifizierter Social Media Manager IHK und befasst sich als Dipl.-Ing. Raumplanung seit jeher mit Kommunikation und vermittelt zwischen verschiedenen Zielgruppen. Die Stellschrauben in sozialen Netzwerken aus Unternehmersicht zum Tracking, Monitoring und Content- bzw. Redaktionsplanung mit entsprechenden Tools vermittelt er in Seminaren, Workshops und Trainings sowie in Vorträgen für kleine und mittelständische Unternehmen, Trainer, Berater und Coaches als für Vertreter aus dem Einzelhandel. Christoph Ziegler leitet die Beratungsagentur „kumulus“, die sich mit Social Media, Unternehmensmarketing und Kommunikation befasst.

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