Nichts läuft heute ohne – Warum eine Ausbildungswebsite essentiell für erfolgreiches Ausbildungsmarketing ist.

Gezielte Informationsvermittlung mit dem richtigen Gespür für die anzusprechende Zielgruppe ist heute wichtiger denn je. Besonders zutreffend ist dies bei dem Thema Nachwuchsgewinnung. Eine Ausbildungswebsite gehört deshalb nicht nur zum guten Ton, sondern sollte auch nach einer Reihe entscheidender Gesichtspunkte gestaltet werden.

Warum das Ganze?

Ausbildungsmarketing nimmt innerhalb des HR-Marketings eine herausragende Stellung ein. Es stellt, unter vielen Aspekten, eine Art Sonderling dar. Dies resultiert nicht zuletzt aus den besonderen Anforderungen, die an das Thema gestellt werden. Zum einen sprechen Personalverantwortliche bei der Nachwuchssuche eine Zielgruppe an, die im Grunde ein gänzlich anderes kulturelles Empfinden mit divergierenden Mustern im Medienkonsum, eigener Sprache und einer eigenen Subkultur aufweist. Zum anderen ist das Thema Ausbildung an sich ein Feld, das sich vom „normalen“ Personalmarketing insofern abhebt, da es hierbei um spezifische Schulungs- und (heute umso mehr) Erziehungsaufgaben im Sinne der Unternehmenskultur geht.

Schaut man auf die Zielgruppe, die sich zum größten Teil aus Jugendlichen der Gen Z zusammensetzt, so wird schnell klar, dass sich eine erfolgreiche Personalmarketingstrategie an die Perzeptionsmuster dieser Generation annähern muss: Bewegte Inhalte, kurze einfach strukturierte Informationseinheiten und mobile Verfügbarkeit sind nur drei Stichworte aus diesem angepassten Maßnahmenkatalog.

Es bedeutet auch, dass sich hergebrachte Kommunikationsmuster, Leitlinien und Prozesse im Personalmarketing des Unternehmens nicht oder nur unzureichend erfolgreich auf das Ausbildungsmarketing übertragen lassen. Was also tun?

Gezielte, ansprechende Informationsvermittlung

Ein möglicher Weg, nicht mit den Strukturen des eigenen Personalmarketings brechen zu müssen bzw. sich durch diese quasi mit einem Korsett einzuschnüren, ist eine eigene Ausbildungswebsite. Diese erlaubt es, sich an den Bedürfnissen der Zielgruppe zu orientieren und gezielt, ansprechende Informationen über Ausbildung und Ausbildungsinhalte zu transportieren. Dabei sollte man sich von Experten im Bereich Ausbildungsmarketing und Zielgruppenkommunikation beraten lassen. Denn nicht zuletzt kommt es bei der Gestaltung einer Ausbildungswebsite nicht nur auf das gute Aussehen an, sondern auch auf die Informationsaufbereitung.

Wie bereits erwähnt, ist eine Orientierung an den Perzeptionsmustern der jungen Generation extrem sinnvoll. Das bedeutet, dass nach Möglichkeit Informationen in kurzen Videoclips präsentiert werden sollten. Dazu bieten sich sowohl klassische Recruiting-Videos – ansprechend umgesetzt – aber auch Infotainment-Clips an. Hier können beispielsweise Key-Facts wie Gehalt, Standorte, Ausbildungsablauf oder ähnliches kurzweilig dargestellt werden – ohne dass die Ausbildungsseite zu einer Bleiwüste verkommt. Auch der Einsatz von interaktiven Infografiken schafft Mehrwerte für die jugendlichen Nutzer und bringt sie dazu, sich bereits auf der Website mit den Unternehmensinhalten auseinanderzusetzen. Die Krönung des Ganzen sind Recruitainment-Tools, die über Gamification Interessen, Eignung und Einsatzgebiete im Unternehmen matchen. Denn schließlich sollte der Fun-Faktor nicht vernachlässigt werden, ganz gleich wie weit man bei der Informationsdarstellung geht.

Mobile first – Responsive ist das A und O

Die bestdurchdachte und zielgruppenaffinste Ausbildungswebsite nützt reichlich wenig, wenn die Wunschkandidaten nicht darauf zugreifen bzw. zugreifen können – und wir sprechen hier nicht vom Thema der Channelbewerbung, wobei auch dieser Aspekt keinesfalls vernachlässigt werden darf. Vielmehr ist es wichtig, dass die Website im Responsive Design angelegt ist und nach Möglichkeit von jedem Endgerät mit dem gleichen Nutzerkomfort konsumiert werden kann. Videos, Grafiken und Layout müssen also auf Smartphone, Tablet, Laptop und Desktop-PC immer in der gleichen hohen Qualität präsentiert werden. Warum? – Ganz einfach: Die junge Zielgruppe ist es gewöhnt, mit Ihrem Smartphone von überall auf Informationen zugreifen zu können. Und was gibt es Schlimmeres, als eine z. B. bei Instagram (mobiles Social Network) beworbene Ausbildungsseite nicht auch gleich ansteuern zu können? Richtig! Dies geht gleichsam mit einem Imageverlust einher und schädigt im schlimmsten Fall die Arbeitgebermarke des Unternehmens.

Neben einer responsiv angelegten Ausbildungswebsite bietet sich auch die Möglichkeit der Integration mobiler Bewerbungsmöglichkeiten an. Je einfacher und schneller der Bewerbungsprozess zu durchlaufen ist, des größer ist der zu erwartende Erfolg der Ausbildungsseite. Gerade moderne Bewerbermanagement Software sollte dies berücksichtigen.

Ran an den Speck …

Bevor es jedoch an die hektischen Planungen der Ausbildungsseite geht, noch ein Hinweis. Die Ausarbeitung und Gestaltung der Ausbildungswebsite bedarf finanzieller und zeitlicher Ressourcen. In der Regel ist es empfehlenswert, eine eigene, separate Ausbildungsseite aufzusetzen, wenn ein Unternehmen 20 bis 30 Auszubildende pro Jahr zur Verstärkung seiner Belegschaft sucht. Sind es weit weniger, beispielsweise lediglich 5 oder 6 Auszubildende pro Jahr, empfiehlt sich eine Integration in die bestehende Karriereseite des Unternehmens. Zur Fragen zur Ausgestaltung, Aufbereitung und strategischen Ausrichtung stehen kleinen wie größeren Unternehmen erfahrene Agenturen zur Verfügung, die nach einer eingehenden Bedürfnisanalyse entsprechende Empfehlungen aussprechen.