Projekt „Jobblogger“: 20 Jobs in 20 Wochen
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Projekt „Jobblogger“: 20 Jobs in 20 Wochen

Der Nachwuchsmangel macht vielen Regionen und Branchen zu schaffen. Deshalb entwickeln immer mehr Städte und Bezirke innovative Konzepte für gelungenes Standortmarketing. So wie der Kreis Bad Kissingen. Er wollte zeigen, was er in Sachen Ausbildungsangebot und Fachkräftebedarf zu bieten hat. Deshalb wurde im vergangenen Jahr das Jobblogger-Projekt aufgesetzt. Die 23-Jährige Melissa Kalmund hat viele verschiedene Jobs und Aktivitäten absolviert, darunter Medizintechnikerin, Fachinformatikerin, Schreinerin, Altenpflegerin, Bauleiterin, Biologielaborantin und sogar Kostümschneiderin. Über ihre Erlebnisse berichtete sie im Blog (www.jobblogger-kg.de).  Für die beteiligten Firmen ein echter Erfolg - viele weitere wollen bei der nächsten Auflage auch dabei sein. Jürgen Metz, Leiter Stabsstelle Kreisentwicklung in Bad Kissingen, erklärt das Projekt.

Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee für das Jobblogger-Format?

Der Landkreis Bad Kissingen fährt seit über zwei Jahren eine Standortkampagne: www.bad-kissingen.land. In diesem Zuge haben wir uns überlegt, wie wir vor allem junge Menschen erreichen können. Nachdem wir erste Blog-Erfahrungen in anderen Bereichen gesammelt hatten und der Landkreis aus unserer Sicht für junge Menschen viel zu bieten hat, kam diese Idee auf. Idealerweise konnten wir dann mit Melissa Kalmund eine Persönlichkeit als Jobbloggerin gewinnen, die auch die Sprache der jungen Leute spricht und in den sozialen Medien „zu Hause“ ist.

Wer hat sich um die Planung und Umsetzung gekümmert?

Die Planung und Umsetzung wurde durch das Team der Kreisentwicklung und der Pressestelle des Landkreises Bad Kissingen abgewickelt.

Wie hoch war der zeitliche Aufwand?

Die Jobbloggerin war vom 1.6. bis 10.10. in den Firmen unterwegs. In dieser Zeit haben wir sie beim Bloggen unterstützt. Zudem haben wir die Ausschreibungen getätigt, die Bewerbungen der Betriebe entgegengenommen und das ganze Projekt organisiert.

Wie gut kam das Thema online an?

Wir hatte durchwegs eine gute Onlinepräsenz bei allen Medien. Neben dem eigens eingerichteten Blog wurde der Facebook-Kanal des Landkreises Bad Kissingen genutzt. Zudem waren wir bei Instagram und Youtube entsprechend aktiv und konnten durchwegs positive Reichweiten erzielen.

Das Projekt „Jobbloger“ kam erreichte insgesamt eine hohe Aufmerksamkeit. Aber was sagen die beteiligten Firmen?

Wir haben nur positive Feedbacks bekommen. Eine Umfrage bei den teilnehmenden Firmen hat folgendes Bild ergeben:

·         94% würden sich wieder beteiligen

·         94% finden es sinnvoll, dass der Landkreis sich auf diesem Weg im überregionalen Wettbewerb positioniert

·         94% glauben, dass man durch dieses Format und die Präsenz in Social Media junge Menschen besser erreicht als mit einer klassischen Internetseite

·         100% sind zufrieden mit der Darstellung ihres beruflichen Angebotes und ihres Freizeitangebotes

Insgesamt gab es für die Projektidee eine Bewertung von 4,8 von maximal fünf Punkten.

Was sind Ihre Learnings. Was hat gut, was weniger gut geklappt?

Insgesamt ist das Projekt sehr gut gelaufen. Wir hatten mehr Bewerbungen als wir bedienen konnten.

Wird es eine Fortsetzung in diesem Jahr geben?

Ja, wir setzen das Projekt 2019  fort. Die Ausschreibung dazu erfolgt demnächst.

 

Profilbild von Lisa Priller-Gebhardt
Autor/-in
Lisa Priller-Gebhardt
freie Journalistin

 

ist freie Journalistin und schreibt über die deutsche Medienlandschaft, vorwiegend für das Fachmagazin Werben & Verkaufen, aber auch für Kontakter, Welt am Sonntag, SZ sowie den Blog der BLM. Themenschwerpunkte sind Fernsehen, Digitalwirtschaft sowie Printmedien. Nach einem Volontariat bei Hubert Burda Media und dem Besuch der Deutschen Journalistenschule in München arbeitete sie für Bunte, Bild, Freundin, Antenne Bayern und die Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung, Jetzt.

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